Klassiker im Salat
Damit sich die Menschen nicht langweilen und auf keine dummen Gedanken kommen, unterliegt eigentlich alles gewissen Moden und es wäre ja auch langweilig, immer das Gleiche zu essen. Doch trotzdem gibt es gewisse Klassiker des Grünzeugs, die nicht tot zu kriegen sind.
So dauert es bestimmt eine ganze Weile, bis die Olive aus dem Salat verbannt ist. Ursprünglich bedeutet Salat ja – das kann sich jeder denken, der sich mal mit einer romanischen Sprache beschäftigt hat - „gesalzen“, sprich: mit Salz haltbar gemachtes Essen. Doch es ist hier natürlich nicht von Pökelfleisch die Rede, sondern von „Grünzeug“, das alles andere als nur Tierfutter ist. Natürlich ist der Begriff "Grünzeug" schon oft nur ein symbolischer Ausdruck, weil es doch viel zu viele Salatvarianten gibt, die nicht auf der Farbe grün basieren. Man denke nur an Kartoffelsalat, den es auch in unterschiedlichen Ausführungen gibt; zum Beispiel auf Joghurt- oder Mayonnaisenbasis (Norddeutschland) oder mit Essig und Öl (Süddeutschland). Aber wenn man vom gleichnamigen Gewächs spricht, das gleichzeitig die Grundlage zu zahllosen Gerichten darstellt, zum Beispiel dem Römersalat (dem ältesten und bekanntesten Salatgewächs), dann ist das eben Grünfutter, das sich seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreut hat und sich dadurch bis heute seinen Namen bewahrt hat.
Dass Salat das ganze Jahr über verfügbar ist, ist eine noch relativ junge Entwicklung. Bis in die 1970er Jahre gab es hierzulande halt einmal im Jahr Kopfsalat, und wenn die Saison vorbei war, war die Saison vorbei. Mittlerweile boomt auch in Deutschland das Geschäft mit der gesunden Vorspeise (oder Beilage oder gar Hauptgericht – mittlerweile ist all dies möglich) das ganze Jahr über und man ist erfinderisch in seiner Zubereitung und der Würzung.
Die Klassiker im Klassiker
Meist wird der Salat nicht nur als grüner Salat verspeist, sondern durch delikate Leckereien verfeinert und in eine bestimmte kulinarische Richtung gelenkt. Meist gehören Zwiebeln dazu, Tomaten sind gern gesehene Gäste und auch Mais ist ein nicht seltener Besucher. Eier oder Meeresfrüchte kommen oftmals in die Schüssel und auch Thunfisch kann man häufig in Gesellschaft der genannten Zutaten antreffen. Natürlich ist man frei, in der Küche zu kombinieren, was man möchte. Wer will einen daran auch schon hindern, wenn man nicht gerade in der Küche eines Restaurants steht und Gerichte für die Gäste zubereitet? Man komibiniert, was einem schmeckt und absolute No-Go's gibts bei Salatvariationen so gut wie nicht. Wenn es schmeckt, passt in der Salatschüssel alles zusammen.
Doch gibt es eben einige Klassiker, die sich nach Belieben kombinieren lassen und trotzdem mit großer Wahrscheinlichkeit den meisten Gaumen munden würden. Am besten serviert man das ganze naturgemäß auf ansprechendem Geschirr mit schönem und funktionalem Salatbesteck - denn das Auge isst ja bekanntlich mit und manchmal erhöht schon die Freude am passenden Werkzeug das Vergnügen am Essen.